In 12 Tagen wird im Bundestag über die Vorratsdatenspeicherung entschieden. Sollte hier kein Wunder geschehen, geht es in genau 66 Tagen dann los.
Was mit den Daten dann alles passiert ist immer noch nicht ganz klar, wer sie bekommen darf steht aber bereits fest:
Bundesregierung will deutsche Kommunikationsprofile an 52 ausländische Staaten weiter geben
Unter dem Schlagwort „Cybercrime-Konvention“ will die Bundesregierung sensible Daten über unsere Kommunikation, Handystandorte und Internetnutzung an ausländische Staaten wie Azerbaijan, Russland und die USA weiter geben. Bürgerrechtler schlagen Alarm und fordern einen „Stopp der geplanten Datenhalden mit weltweitem Lagerverkauf“.
Ein solches Übereinkommen würde nicht nur die Behauptung umwerfen, die Daten würden nur für 6 Monate gespeichert, es ist zudem völlig unkontrollierbar wohin die Daten verbracht und wie sie genutzt werden.
Da der Austausch der Daten auf Basis die sog. Cyber-Crime Convention erfolgen, gelten die relativ strengen (angedachten) deutschen Regeln der Datennutzung für die anderen Staaten nicht. Die Cyber-Crime Convention dient nämlich auch der Verfolgung vergleichsweise harmloser Straftaten, wie z.B. die Freigabe von Musikdateien auf dem eigenen Rechner. Auch Industriespionage auf Basis dieser Daten ist möglich.
Ich habe ja gestern echt was vergessen, nämlich eine Sendung des chaosradio anzukündigen. Nicht ganz so schlimm, über den Link am Ende des Artikels hier kann man in ein paar Tagen den Mitschnitt der Sendung beziehen.


